Organisationen

Organisationen

Hierarchie und Autorität:  

Hierarchische Ebenen sind ein Bestandteil der Organisationscharakteristik. 

Je mehr Ebenen es gibt, desto mehr wird die Verantwortung zwischen 

den Organisationsmitgliedern aufgeteilt. Die oberste Ebene ist in den meisten 

Fällen die, die in hierarchischen Organisationen die höchste Verantwortung übernimmt. 

Bei flachen Hierarchien ist die Verantwortung für jedes Mitglied ähnlich groß. 

 

Spezialisierung der Arbeitsteilung:  

Eine Organisation definiert sich durch die Arbeitsaufteilung. 

Je spezieller die Aufteilung, desto weniger Aufgaben werden pro Mitglied 

verrichtet, diese aber dann – aufgrund der Spezialisierung – in hoher Qualität. 

Die Möglichkeit der Spezialisierung und der Arbeitsteilung ist abhängig von der Organisationsgröße. 

 

Kontrollspanne:  

Die Kontrollspanne gibt die Anzahl der Mitglieder an, die einer Führungskraft 

zugeteilt sind. Je weiter die Spanne, desto mehr Entscheidungen können 

die Mitglieder selbstständig treffen. Diese Dimension korreliert mit Punkt 1: Je flacher 

die Hierarchie, desto weiter die Kontrollspanne. 

 

Entscheidungs- versus beratende Positionen:  

Ein Mitglied der Organisation kann ein/e EntscheidungsträgerIn („line position“) oder in einer beratenden Position („staff position“) sein. In der zweiten Position werden Informationen konzentriert, aber nichts beschlossen. 

Ausmaß an Zentralisierung: Dieses Charakteristikum hängt ebenfalls mit der ersten 

Dimension zusammen. Je stärker eine Organisation zentralisiert ist, desto mehr hierarchische Ebenen sind notwendig. Bei dezentralisierten Organisationen gibt es mehr 

Entscheidungsträger*innen als beratende Positionen. Hier werden Entscheidungen auf die 

unteren Ebenen aufgeteilt. Eine Dezentralisierung führt zu einer größeren MitarbeiterInnen 

Zufriedenheit, da sie mehr Verantwortung innerhalb der Organisation übernehmen 

dürfen. 

 

Diese fünf Dimensionen definieren folgende Punkte: 

 

Organisation der Tätigkeiten: 
Hier wird bestimmt, wie viele Abteilungen für die Ausführung des Unternehmenszieles notwendig sind, wie eng diese zusammenarbeiten müssen und ob sie aus hochspezialisierten ExpertInnen oder aus GeneralistInnen bestehen müssen. 

 

Personalpolitik des Unternehmens:  

Hier wird festgelegt, nach welchen Kriterien ein Mitglied aufgenommen und an die Organisation gebunden wird. Es gibt diverse Vorgehensmöglichkeiten wie zum Beispiel aufgrund einer abgeschlossenen Ausbildung, persönlicher Beziehungen oder „Soft skills“ (beispielsweise Team- oder Kommunikationsfähigkeit). 

 

 

Art der Verteilung von Ressourcen:  

Die Ressourcenverteilung wird in der Struktur der Organisation festgelegt. Die Vergütung der Arbeit, sowie der Umgang mit der Zeit der Mitglieder fallen unter diesen Punkt. 

 

Arbeit in Organisationen: 

Die Definition von Arbeit hat sich über die Jahrhunderte verändert. Heute befasst sich 

die Wissenschaft mit entgeltlicher Arbeit. Eine allgemein gültige Definition des Begriffes 

gibt es nicht. In diesem Kapitel wird trotzdem versucht, den Begriff einzugrenzen. 

 

Arbeit wird als Antonym zum Begriff der Untätigkeit verstanden. Die beiden Begriffe 

von Mühe und Last werden konnotiert verwendet. Um Arbeitsziele zu erreichen, muss körperliche und psychische Kraft aufgewendet werden. Dadurch verändert Arbeit die physische und soziale Welt. Sie ist somit fest in der Kultur verankert. Im Umkehrschluss verändert die Gesellschaft die Arbeit, da letztere von ihr organisiert, strukturiert und letztlich auch bewertet wird.  

 

Der Mensch wird durch die Befriedigung seiner Bedürfnisse, die Gegenleistungsbereitstellung und auch die persönliche Veränderung, die die Folge der 

sozialen Gegebenheiten am Arbeitsplatz ist, von der Arbeit beeinflusst.  

 

Neben der entgeltlich vergüteten Erwerbsarbeit gibt es noch weitere zielgerichtete Leistungen wie die Haushaltsführung, unentgeltliche Arbeit für karitative Organisationen und Schwarzarbeit.  

 

Um Arbeitsziele zu erreichen, bilden Personen eine Organisation, in der die Arbeit organisiert wird. In der Organisation werden die Zuständigkeiten bestimmt und aufeinander abgestimmt. Dadurch entsteht eine Organisationsstruktur, die zudem entscheidet, wie Beschlüsse gefasst werden und die Mitglieder zueinander stehen.