Aspekte der sozialen Nachhaltigkeit in Organisationen

Gerechtigkeit

Allein wirtschaftlich gesehen macht Gerechtigkeit Sinn: Da Wissenskapital, das wir gerade analysiert haben, an die MitarbeiterInnen gebunden ist, ist es notwendig, die Zufriedenheit der MitarbeiterInnen zu fördern. Ein Weg zur Förderung der Ressource Mensch und der nachhaltigen Sicherung des Wissenskapitals läuft hier über die soziale Gerechtigkeit, einen Ausgleich von Geben und Nehmen.   

Die soziale Gerechtigkeit ist neben Gesundheit und Wohlbefinden der Organisation und ihrer Mitglieder ganz wesentlich für die soziale Nachhaltigkeit. Sie kann durch Green Human Resources Management“ gewährleistet werden – einen sozial nachhaltigen Umgang mit den Organisationsmitgliedern, der auch seine Auswirkungen auf Umwelt und Ökonomie zeitigt. Seit 2016 wird der Begriff „Green Human Resources Management“ in europäischen und asiatischen Ländern verwendet, um nachhaltige Vorgänge in den HR-Abteilungen zu benennen.  

Die Dimensionen des GHRM zeigen es schonDer Ausgleich von Geben und Nehmen ist nicht nur sozial relevant, sondern betrifft auch Umweltressourcen. MitarbeiterInnen wollen sich nicht nur selbst gerecht behandelt fühlen, sondern auch das Gefühl haben, etwas zur Balance im Allgemeinen beizutragen – sowohl, was das Menschliche, als auch die Natur betrifft.  

 

Rekrutierung und Auswahl der MitarbeiterInnen, Schulungen, Bewertungen und Feedback, Bezahlung, Belohnungen und Mitarbeiterbeziehungen sind hier ein Instrument, das auf mehreren Ebenen wirkt: Es können damit MitarbeiterInnen sozial gerecht behandelt werden und im Sinne der Unternehmens-Ökonomie sowie einbezogen in Aktionen zugunsten der Gerechtigkeit auf einer über sie hinausgehenden Ebene – einbezogen in organisatorische Umweltstrategien zum Beispiel. 

MitarbeiterInnen, die sich eingebunden fühlen in einen Zusammenhang, der dem Gesamten wohltut, fühlen sich auch aufgehobener an ihrem Arbeitsplatz: Es wurde bei der Studie von Guerci et al (2016, 143) festgestellt, dass Angestellte, deren Arbeit einen direkten positiven Einfluss auf die Umwelt hat, mit der Arbeit zufriedener sind, also jene, bei denen das nicht der Fall ist.