Ethische Führung

Ethische Führung

Aufgrund der Skandale in der Wirtschaft und der Politik in den letzten Jahren 

stieg das Interesse an ethikorientierter Führung. Diese Art von Führung zeichnet sich durch die Orientierung an moralischethischen Werten bei jeglichen Einflussnahme-Aktivitäten in der Führungsrolle aus. 

 

Im Gegensatz zur authentischen Führung verlangt das Konzept der ethischen Führung nicht nur von den Führungskräften, sondern auch von den MitarbeiterInnen im Unternehmen, ihr Verhalten an moralischen Werten zu orientieren. 

 

Eine Führungskraft, die dem ethischen Führungsmodell folgt, hat eine zweifache 

Verantwortung: Sie muss die Ziele der Organisation erreichen, während sie zeitgleich 

eine Humanverantwortung (Lebens- und Arbeitsstandard der MitarbeiterInnen 

gewährleisten) trägt. Sie ist also simultan eine moralische Person (moral 

person), handelnd nach ethischen Grundprinzipien, und ein/e moralische/ManagerIn 

(moral manager), der/die seine/ihre MitarbeiterInnen anleitet, ebenfalls ethisch zu handeln. 

 

In der Führungsforschung gilt folgende Definition von Brown, Treviño und Harrison (2005, 120f.): Sie beschreiben ethische Führung als „the demonstration of normatively appropriate conduct through personal actions and interpersonal relationships, and the promotion of such conduct to followers through two-way-communication, reinforcement and decision-making. 

 

Durch normativ angemessenes Verhalten, ausgedrückt in individuellen Handlungen und zwischenmenschlichen Beziehungen, macht sich die ethisch handelnde 

Führungskraft zu einem glaubwürdigen und legitimen Vorbild für ihre AnhängerInnen. Hierbei ist aber zu beachten, dass das normativ angemessene Verhalten kontext- bzw. kulturabhängig ist. 

 

Durch die Förderung einer wechselseitigen Kommunikation stellt die Führungskraft nicht nur ethische Prinzipien in den Mittelpunkt, sondern gibt auch ihren AnhängerInnen eine Stimme. 

 

Festgelegte ethische Standards werden durch das Belohnen beim Einhalten dieser bzw. Disziplinieren beim Abweichen von diesen verankert – Verstärkung sorgt hier für Lerneffekte. 

 

Die ethischen Prinzipien, denen die Führungskraft bei Entscheidungen folgt, werden transparent gemacht, sodass die Entscheidungen von extern beobachtet und nachgeahmt werden können.