Oranisationsformen

Abgrenzung Social Entrepreneurship

Der Begriff Social Business wird immer wieder synonym zum Begriff Social Entrepreneurship verwendet, es gibt aber feine Unterschiede.  

 

Unterscheiden wir zunächst das Social Entrepreneurship vom konventionellen UnternehmertumBeim Social Entrepreneurship bekommen die sozialen Werte und Entwicklungen während der Unternehmenstätigkeiten eine höhere Priorität als beim konventionellen Unternehmertum. Es ist das Ziel, soziale Wertschöpfung zu generieren. Das klassische Entrepreneurship fokussiert sich hingegen hauptsächlich auf wirtschaftliche Werte. 

 

Nun zur Unterscheidung der beiden sozialen Modelle: Im Vergleich zum Social Entrepreneurship gehen Social Businesses noch einen Schritt weiter. Es soll nicht nur ein sozialer Mehrwert generiert werden, auch die Etablierung eines profitablen Geschäftsmodells ist wesentlich. Das Unternehmen eines Social Entrepreneurs muss im Vergleich gar keine gewinnorientierte Rechtsform – wie es beim 

Social Business der Fall ist – besitzen. Ein Social Entrepreneur kann sich auch ohne 

ein eigenes Unternehmen sozialunternehmerisch engagieren, vielmehr übernimmt er 

eine innovative Rolle im sozialen Sektor. 

 

Social Entrepreneurship ist definiert als Prozess, in dem Ressourcen innovativ kombiniert eingesetzt werden, um den sozialen Wandel zu katalysieren und soziale Bedürfnisse anzusprechen. Der Ressourceneinsatz und die Ressourcenkombination sollen bei Social Entrepreneurship „neuartig“ sein. Kritisch betrachtet handelt es sich dabei um einen sehr breit gefächerten Begriff. Es kann jedoch gesagt werden, dass sich Social Entrepreneurship auf den sozialen Wert fokussiert. 

 

Bis heute gibt es aber noch keine, in der Wissenschaft allgemein gültige, Definition 

von „Social Entrepreneurship“, es wird aber an den Charakteristiken geforscht – eine iranische Studie aus dem Jahr 2018 untersuchte die unternehmerischen Kompetenzen 

von ManagerInnen in Social Entrepreneurship Organisationen im Gesundheitssektor und leitete fünf Dimensionen und zehn Kategorien ab: 

 

  1. Kommunikationskompetenz: Networking und effektive Kommunikation (Verhandeln

mit anderen Institutionen) 

  1. Individuelle Kompetenzen: Persönlichkeit (Selbsterkenntnis und -entwicklung,

Ausdauer etc.) und kognitive Wahrnehmung (Kreativität, strategisches Denken 

und Problemlösen) 

  1. Management-Kompetenzen:Führungsaufgaben(Planung, Organisation, Human 

Resource Management und Controlling) und Managementfähigkeiten 

(Führung, Zusammenarbeit, Projektmanagement etc.) 

  1. Soziale Kompetenzen: Intern (Vertrauen und Empathie) und angeeignet (soziale

Kultur und Partizipation) 

  1. Untersuchungsspezifische Kategorien im Gesundheitssektor: Kontextuell

(Einflussnahme auf Vorbilder in der Branche, persönliche Erfahrung, spezifisches 

Branchen-Wissen) und ausübend (Fähigkeit Unternehmensumwelt zu 

analysieren, Zielgruppen zu erkennen und die Anforderungen)